Unterstützungskomitee für die Selbstbestimmung der Inuit in GrönlandDas Unterstützungskomitee für die Selbstbestimmung der Inuit in Grönland wurde 1981 in Berlin auf Initiative von Peter Brandt , Henning Eichberg und Roland Wehl gegründet. Zu den weiteren Gründungsmitgliedern des Komitees gehörten die damalige Sprecherin der Grünen , Petra Kelly , der Pfarrer Helmut Gollwitzer , der Rockmusiker Udo Lindenberg , der Liedermacher Walter Mossmann , der Politiker Daniel Cohn-Bendit sowie der Vorsitzende der Gesellschaft für bedrohte Völker , Tilman Zülch . Grönland ist als Teil Dänemarks zwangsweise bis 1985 Mitglied der Europäischen Gemeinschaft (EG) gewesen. Europäischen Konzerne hatten daher im Rahmen der Freizügigkeit in Grönland freie Bahn: Deutsche Hochseeflotten fischten vor den grönländischen Küsten, die europäische Atomindustrie sicherte sich das grönländische Uran. Im Gegenzug und nach der Logik der EG durften die Inuit umgekehrt auch im Mittelmeer fischen und in der Schwäbischen Alb nach Uran schürfen. Doch die Bewohner Grönlands hielten nichts von dieser Art der „Freizügigkeit“. Aus dem Widerstand gegen die Fangrechte der europäischen Hochseefischer entwickelte sich eine Auseinandersetzung um die Frage der eigenen Identität , die die Grönländer durch den Kapitaleinsatz der Europäischen Gemeinschaft (EG) gefährdet sahen. Am 23. Februar 1982 fand in Grönland deshalb eine Volksabstimmung über die Frage der weiteren Mitgliedschaft Grönlands in der Europäischen Gemeinschaft (EG) statt. Die Bewohner Grönlands stimmten mehrheitlich für den Austritt aus der Europäischen Gemeinschaft (EG). Erst 1985 wurde dieser Austritt auch tatsächlich vollzogen. Seitdem gelten für Grönland die Bestimmungen einer Zollunion. Das Unterstützungskomitee für die Selbstbestimmung der Inuit in Grönland warb in der westdeutschen Bundesrepublik für das Anliegen der Grönländer und führte Solidaritätsveranstaltungen mit Vertretern der sozialistischen Siumut -Partei Grönlands durch. Sprecher der Inuit waren Preben Lange und Finn Lynge von der Siumut.
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